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PortraitersatzMagst Du Dich zunächst einmal kurz vorstellen?

Mein Blogpseudonym ist Moon und ich lebe zusammen mit meinem Freund und 5 wilden Jungs (unsere Hamster) im schönen Frankenland. Meine Hobbies sind lesen, schreiben, fotografieren und ich bin ein ausgesprochener Film- und Serienjunkie.

Dein Blog heißt ja »Thoughts of Moon«, wie bist Du auf den Namen gekommen?

Die Suche nach dem Namen war anstrengend ... Da ich in einem anderen Forum ebenfalls als (Black)Moon unterwegs war und die Mädels mich dort zum Bloggen gebracht haben, war es klar, dass es etwas mit Moon sein sollte. Allerdings wollte ich mich nicht auf ein Gebiet festlegen, also allgemein halten. Auf das »Thoughts of« kam dann mein Freund und geboren war der Name.

Die Mädels dort haben Dich zum Bloggen gebracht? Wie kam es dazu und seit wann bloggst Du inzwischen?

Das war zu einer Zeit, in der ich krankheitsbedingt lange zu Hause war, und dementsprechend viel Zeit zur Verfügung hatte. Da war ich viel im Forum, hab viel gelesen und dann hab ich natürlich mit den Mädels dort geteilt, was so anstand, Meinungen über Bücher, Filme und Kosmetikprodukte gesagt, gezeigt, was neues an ihnen eingezogen ist, etc. Und da kam die Idee auf, doch einen Blog darüber zu machen.
Das ist nun über 3 Jahre her ...

Du sagst, Du wolltest Dich nicht auf ein Gebiet festlegen und ich liebe auch immer wieder die Fotos und Berichte von Deinen Hamstern – aber könnte man dennoch sagen, dass Bücher und Rezensionen einen großen Schwerpunkt in Deinem Blog darstellen?

Es ist einer der Schwerpunkte, sicherlich, wobei es zurückgegangen ist, da ich dieses Jahr z.B. etwas weniger lese. Ich hoffe, zur alten Form zurückzukehren, denn Lesen wird immer ein wichtiger Bestandteil für mich bleiben.

Wie sieht es denn beim Lesen aus? Hast Du Dich auf bestimmte Genres festgelegt und falls ja, warum und welche sind dies?

Eigentlich nicht, ich lese recht querbeet, je nach Lust und Laune. Ab und zu darf es richtig splattern, dann gibt's wieder Zeiten, in denen ich Chick-Lit bevorzuge oder etwas in die Vergangenheit abtauchen will.
Nur romantische Bücher à la Cecilia Ahern oder auch Fantasy sind nicht ganz so meins, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Lesen ist für mich Unterhaltung, daher muss es nicht immer hohen Anspruch haben, ich muss einfach abtauchen können - in welches Genre ist mir dabei recht egal.

Nach welchen Kriterien entscheidest Du, ob Du ein Buch kaufst?

Klappentext und Autor - Cover sind mir recht egal, diesen Hype darum verstehe ich nicht wirklich.

Das Cover spielt für Dich überhaupt keine Rolle? Da Du ja auch fotografierst, hätte ich das jetzt nicht vermutet. Also würde ein richtig schlecht gestaltetes Cover Dich auch nicht abschrecken? Wenn Du darauf achtest, von welchem Autor das Buch stammt, wie hältst Du es da bei noch unbekannten Autoren?

Jein. Es gibt wirklich schlecht gemachte Cover von Indie-Autoren, das macht schon mal einen schlechten Eindruck auf mich, aber wenn mich der Klappentext überzeugt, lese ich trotzdem.
Erst kürzlich gehabt, eine Anfrage zum Rezensieren: Cover abschreckend, Inhalt interessant. Was soll ich sagen? Das Buch war klasse, hat Spaß gemacht. Ich habe dem Autor zu einem neuen Cover geraten (das er nun auch hat), in der Hoffnung, damit mehr Leute anzulocken, denn viele achten darauf.
Bei unbekannten lese ich mir die Rezis durch und achte auf die ehrlich wirkenden. Dabei lege ich manchmal mehr Wert auf schlechte als auf gute. Es gibt nur wenige, deren Bücher ich blind kaufe, wie z.B. von Stephen King.

"Ehrlich wirkende Rezensionen" ist ein gutes Stichwort. Was denkst Du, woran man die erkennen und von den evtl. unehrlich gemeinten unterscheiden kann?

Ich achte auf lange, ausführliche. Kurze, einsätzige Rezensionen nehme ich aus, die sind 1. eh zu nichtssagend, selbst wenn sie ehrlich gemeint sind, 2. kann man sich ruhig ein bisschen mehr Mühe mit der eigenen Meinung geben.
Natürlich schützt auch das nicht vor unehrlichen, aber sie sind ein guter Indikator.

Ein guter Hinweis. Was muss ein Buch denn letztendlich vorweisen, um Dich erst einmal neugierig zu machen? Und was, um Dich dann weiter beim Lesen zu fesseln?

Das kann ich eigentlich nicht in Worte fassen. Entweder es gefällt oder halt nicht.

Versuchen wir, uns der Frage einmal andersherum zu nähern: Gab es schon Bücher, die Du nicht zu Ende lesen konntest oder wolltest? Falls ja, kannst Du eingrenzen, woran das gelegen hat?

Sicher habe ich schon Bücher abgebrochen. Sei es, weil sie mich langweilten, nicht das hielten, was sie versprachen oder aber auch einfach nicht mein Genre waren und ich es mal getestet habe.

Damit ist dann ja auch meine vorangegangene Frage beantwortet, denn dann nehme ich mal an, dass die gegenteiligen Faktoren nötig sind, um Dich beim Lesen zu fesseln: Das Buch sollte es schaffen, spannend/interessant zu bleiben, und die Geschichte sollte das halten, was der Anfang und Klappentext versprochen haben?

Genau. Wie es mich fesselt, ist egal, Hauptsache, es ist irgendwie interessant.

Dann konnten wir das ja auch klären. Kommen wir noch mal auf Deinen Blog zu sprechen. Würdest Du sagen, dass sich Dein Leben irgendwie verändert hat, seit Du bloggst und falls ja, in welcher Form?

Nein, nicht unbedingt. Es gab eine Zeit, in der ich mir etwas zu viel Stress machte, aber das liegt hinter mir.

Wahrscheinlich braucht es eine Weile, bis man für sich selbst herausgefunden hat, wie viel Zeit man für das Bloggen investieren kann und will, damit man sich auch wiederum nicht selbst überfordert? Du hast am Anfang erwähnt, dass Du gerne auch schreibst und fotografierst, Deine fotografischen Arbeiten kann man ja u.a. auf http://www.tfphotography.de bewundern. Kann man auch schon irgendwo Geschichten von Dir lesen?

Nein, Geschichten kann man von mir noch nicht lesen, ich bin auch noch recht neu auf dem Gebiet. Aber es macht mir unheimlichen Spaß und wer weiß? Vielleicht gibt's ja wirklich mal etwas von mir zu lesen irgendwann ...
[Anmerkung der Redaktion: Inzwischen konnte Moon zwei ihrer Geschichten erfolgreich in verschiedenen Anthologien des Amrûn-Verlages unterbringen. Herzlichen Glückwunsch!]

Ich stelle mir das auch nicht einfach vor, alle diese Interessen und Tätigkeiten unter einen Hut zu kriegen. Magst Du uns zum Schluss noch verraten, was Du beruflich machst?

Ich bin Automobilkauffrau - verkaufe aber keine Autos.

Nein, dann hättest Du ja auch gesagt, Autoverkäuferin, aber vermutlich wird das häufiger mal verwechselt?

Sehr häufig. Und Autoverkäufer ist an sich keine offizielle Berufsbezeichnung, soweit ich weiß.

Wieder was gelernt. Dann danke ich Dir recht herzlich, dass Du Dir die Zeit für meine Fragen genommen hast!